Archiv für den Monat: Mai 2015

Muttertag – der Letzte

Muttertag ist ja jetzt endgültig Geschichte – wenigstens für dieses Jahr.
Ich gestehe: ich finde diesen Tag schrecklich. Das hat auch ganz viel mit meinen Kindheitserinnerungen zu tun. Meine Mutter hatte (hat sie immer noch)Anfang Mai Geburtstag und dann kam innerhalb einer Woche schon der nächste Festtag für sie. Meine Ideen und mein Taschengeld reichten kaum für zwei Feiern. Es war jedes Jahr eine Qual. Mit dem Älterwerden fing ich dann an den Muttertag zu übergehen – bis meine eigenen Kinder mit ihren Geschenken kamen. So sammelten sich also die Karten, Basteleien und unvermeidlichen Gutscheine. Beim jährlichen Saubermachen finde ich sie immer noch in einer Schublade und denke dann berührt an die „alten“ Zeiten zurück.
Trotzdem – jedes Jahr steht mit den Schülern der Muttertag wieder an und ich überlege, was wir denn dieses mal basteln. Wenigstens zu einer Karte hat es in diesem Jahr gereicht – dank der Vorlage einer Kollegin und ihres Blogs „Klassenkunst“. Wie so oft war ich dann wieder überrascht über die Begeisterung und Liebe, mit der die Kinder an ihren Karten bastelten, malten und schrieben und manche gar nicht aufhören wollten und wieder neue Ideen zur Gestaltung hatten.
Liebe Mamas, gerade wenn die Karte übervoll gestaltet wurde – dann steckt da schon eine besonders große Liebe dahinter. Und vielleicht geht es dann in einigen Jahren Ihnen auch so wie mir wenn Sie vor einer Schublade sitzen mit all den Schätzen der Kinder …





Wohlfühlen

Passend zum Thema „Körper“ machten wir uns auch Gedanken zum Wohlfühlen. Was und wen brauchen wir, um uns wohl zu fühlen? Wann geht es uns gut?
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Kinder sehr wohl ihr Empfinden ausdrücken und beschreiben können – und das auch sehr genau. Deutlich wurde auch, dass Beziehungen ausschlaggebend für ein „Wohlgefühl“ sind.
Die Vorschläge der Schüler schrieb ich auf Puzzleteile und sie malten dann dazu.







So entstand ein großes Gemeinschafts-Puzzle.

Unter Brücken

Seit den Osterferien ist eine Menge passiert in unserem Klassenzimmer- und ich habe den Frühling in meinem Garten genossen, die Wochenenden nicht vor dem Schreibtisch verbracht und so auch nicht im Blog weiterberichtet. Dennoch sind einige Fotos entstanden und ich beginne mal hiermit:

Den französischen Maler Claude Monet wollte ich schon lange den Kindern vorstellen und dazu malen lassen. Hierzu wählte ich ein „Brückenbild“ aus seinem Garten in Giverny. Aber zuvor machten wir uns erst Gedanken, was unter einer Brücke denn so sein könnte. Die Kinder erzählten ihre Vorstellungen und bekamen dann ein DIN-A6 Blatt mit Brücke und malten ihre Ideen mit Buntstiften.






Ich freue mich sehr über diese tollen Ideen (es gibt noch mehr) und ihre Umsetzung (zugegeben: es gibt schon auch Kinder, deren Berufung es jetzt nicht ist, Maler zu werden – aber: es macht ihnen trotzdem Spaß!)

In der nächsten Stunde wurde dann das Bild von C. Monet vorgestellt und ich erzählte etwas zu seinem Leben und zur Entwicklung des neuen Kunststils des Impressionismus. Wir schauten uns das Bild genau an und suchten aus unserer „Tonpapier-Farbsammlung“ all die Farben, die der Künstler in seinem Bild verwendet hatte – und wir staunten über die vielen verschiedenen Farben.
Danach ging es ans Arbeiten. Die Brücke hatte ich wieder auf einem DIN-A3 Blatt kopiert und die Kinder begannen zuerst mit Ölkreiden die Seerosen und Gräser zu malen. Danach konnte alles mit blauer Wasserfarbe überpinselt werden ohne die Farbe anzunehmen. Als nächstes entstanden die Bäume im Hintergrund und hier wurde fleißig mit grün, gelb und braun gemischt. Viele Kinder versuchten auch im Stil Monets mit kurzen Pinselstrichen zu arbeiten. Als alles getrocknet war konnte dann die Brücke noch ausgemalt werden.









Tolle Bilder sind entstanden und die Kinder sind zu Recht sehr stolz auf ihre Kunstwerke.