Archiv für den Monat: Oktober 2015

Gemüsesuppe

Nach dem fleißigen Ernten können wir am übernächsten Tag das Gemüse „verkochen“. Jeder hat Brettchen, Messer und Kartoffelschäler vorbei. Wir betrachten und benennen unser Gemüse, entscheiden, ob wir es für die Gemüsesuppe verwenden können und dann geht es los:
es wird fleißig geschnippelt. Manche können mit dem kleinen Messer schon perfekt umgehen, für die anderen ist das Schneiden und Schälen noch etwas fremd. Aber wir schaffen es und benötigen nur ein kleines Pflaster. Perfekt!







Eine willkomene Unterbrechung: Feueralarm!
Dass dann auch gleich der ganze Löschzug mit Polizei und Rettungswagen anrückt liegt jedoch nicht an unserer Gemüsesuppe.
Die Kinder finden es trotzdem spannend.

Bei uns geht es dann weiter:
die Suppe ist fertig. (Rezept: Gemüse, Wasser, gekörnte Brühe)

Und viele lassen es sich schmecken. Nicht jeder ist jedoch von der Suppe zu überzeugen – aber probiert haben sie alle.


Den beiden schmeckt es auf jeden Fall.

Und am Schluss wird das übrig gebliebene Gemüse und der Salat noch verteilt. Bestimmt hat es noch einigen Familien geschmeckt.
Und vielleicht wagt sich ja doch manche Mama an eine Gemüsesuppe.

Wir ernten

„Gemüse“ ist unser neuer HSU-Bereich innerhalb des großen Themas „Herbst“. Was liegt näher als den Ort anzuschauen, wo Gemüse wächst – nein, nicht im Supermarkt! – und es auch gleich zu ernten und mit ins Klassenzimmer zu bringen um es dort zu köstlicher Gemüsesuppe zu verarbeiten. Wie gut, dass wir in erreichbarer Nähe einen Gemüse- und Obstanbau zum Selberpflücken haben. Es ist – wie bei jedem Ausflug, den man schon Wochen vorher buchen muss – immer wieder spannend, wie denn an diesem Tag das Wetter wird. Die Spannung steigt mit dem Wetterbericht: Montag Sonne, Dienstag bewölkt, abends Regen, Mittwoch – unser Ausflugstag – weitgehend Regen … . Na super! Dienstag abend: es regnet – Mittwoch morgens: es regnet nicht!
Die Kinder kommen mit Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken. Es ist nass und auf den Feldern auch matschig – aber es kommt kein Tropfen vom Himmel, gelegentlich spitzt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.
Meiner Kollegin und mir fällt ein Stein vom Herzen. So wird es ein gelungener Vormittag. Die Kinder kommen zwar dreckig, aber trocken nach Hause.


Hier sind alle noch sauber. Bevor unsere Ernte losgeht wird erst einmal kräftig gefrühstückt.

Nur ein kleiner Eindruck vom Gemüseanbau:


Ein ganzer Schubkarren wird voll mit dem geernteten Gemüse. Leider habe ich ganz vergessen zu fotografieren.

Nach der Arbeit kommt dann noch das Vergnügen:


Baden in den Maiskörnern:


Was diesen dicken Bauch wohl ausfüllt?


Klettern auf Strohballen.


Gipfel bestiegen!

Es geht weiter

Drei Wochen dieses Schuljahres liegen hinter uns. Zu unseren 12 Eisbären haben sich wieder 13 Pinguine dazugesellt, die alle gut miteinander auskommen. Ich habe das Gefühl, dass der Unterricht schon viel mehr als drei Wochen läuft. Was haben die „Kleinen“ schon alles gelernt:
– alleine in die Schule gehen, Schuhe ausziehen und an den richtigen Platz
stellen, Jacken aufhängen, Büchertaschen aufhängen;
– sich in der Büchertasche zurechtfinden;
– mit Federmäppchen und Schlampermäppchen klar kommen und wie wissen, wo
was ist (Schere, Kleber,…);
– alle Kinder in der Klasse kennen;
– schnell und leise in den Sitzkreis kommen (Rekord aller meiner bisherigen
Klassen!)
– sich in der Flüstersprache unterhalten (naja, da können wir noch dran
arbeiten!)
– die richtigen Hefte finden;
– Hefteinträge im Buchstabenheft und im Matheheft gestalten;
– Blätter richtig ins Heft kleben;
– im Hausaufgabenheft in die richtigen Felder schreiben und von der Tafel
richtig abschreiben;
– Hausaufgaben am Morgen abgeben;
– korrigierte Arbeitsblätter in den Schnellhefter einordnen;
– mit dem Partner zusammenarbeiten, nachfragen, sich helfen lassen;
– auf das Leisezeichen achten;
– im Morgenkreis zu erzählen wenn man dran ist;
– sich melden und zu warten, bis man aufgerufen wird;
und, und, und …
All das sind Grundlagen, die wir zum „richtigen“ Lernen brauchen. Und ich bin jetzt beim Schreiben selber erstaunt, wie viel das ist – und das das alles schon recht gut klappt.
So können wir uns dann ausgiebig dem Lesen, Schreiben und Rechnen widmen.
Dazu dann demnächst mehr.