Kategorie-Archiv: Unterricht

Erdbeerzeit

Ich liebe Erdbeeren! Und so geht es den meisten Kindern auch.
Aber bevor die Erdbeerzeit zu Ende geht wollten wir noch die süßen Früchte festhalten – wenigstens auf Papier.
Nach genauem Betrachten der Beeren zeichneten die Kids erstmal eine Erdbeere mit Buntstiften auf einen kleinen Zettel. Die Schüler sollten die Form und die Oberfläche der Frucht und die Blätter genau anschauen und abmalen. Das gelang allen sehr gut.




Nach dieser Phase ging es dann ans großflächige Malen der Erdbeere – mit Wasserfarben auf DIN A3.
Nach dem Vorzeichnen mit Buntstift wurden die gelben Punkte mit Ölkreide aufgezeichnet und dann mit Wasserfarben um-malt. Nach dem Trocknen konnten dann die gelben Punkte noch einmal verstärkt und der Hintergrund auch gelb gemalt werden.





So bleibt uns der „Geschmack“ von Erdbeeren auf jeden Fall noch in diesem Schuljahr erhalten.

Muttertag – der Letzte

Muttertag ist ja jetzt endgültig Geschichte – wenigstens für dieses Jahr.
Ich gestehe: ich finde diesen Tag schrecklich. Das hat auch ganz viel mit meinen Kindheitserinnerungen zu tun. Meine Mutter hatte (hat sie immer noch)Anfang Mai Geburtstag und dann kam innerhalb einer Woche schon der nächste Festtag für sie. Meine Ideen und mein Taschengeld reichten kaum für zwei Feiern. Es war jedes Jahr eine Qual. Mit dem Älterwerden fing ich dann an den Muttertag zu übergehen – bis meine eigenen Kinder mit ihren Geschenken kamen. So sammelten sich also die Karten, Basteleien und unvermeidlichen Gutscheine. Beim jährlichen Saubermachen finde ich sie immer noch in einer Schublade und denke dann berührt an die „alten“ Zeiten zurück.
Trotzdem – jedes Jahr steht mit den Schülern der Muttertag wieder an und ich überlege, was wir denn dieses mal basteln. Wenigstens zu einer Karte hat es in diesem Jahr gereicht – dank der Vorlage einer Kollegin und ihres Blogs „Klassenkunst“. Wie so oft war ich dann wieder überrascht über die Begeisterung und Liebe, mit der die Kinder an ihren Karten bastelten, malten und schrieben und manche gar nicht aufhören wollten und wieder neue Ideen zur Gestaltung hatten.
Liebe Mamas, gerade wenn die Karte übervoll gestaltet wurde – dann steckt da schon eine besonders große Liebe dahinter. Und vielleicht geht es dann in einigen Jahren Ihnen auch so wie mir wenn Sie vor einer Schublade sitzen mit all den Schätzen der Kinder …





Wohlfühlen

Passend zum Thema „Körper“ machten wir uns auch Gedanken zum Wohlfühlen. Was und wen brauchen wir, um uns wohl zu fühlen? Wann geht es uns gut?
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Kinder sehr wohl ihr Empfinden ausdrücken und beschreiben können – und das auch sehr genau. Deutlich wurde auch, dass Beziehungen ausschlaggebend für ein „Wohlgefühl“ sind.
Die Vorschläge der Schüler schrieb ich auf Puzzleteile und sie malten dann dazu.







So entstand ein großes Gemeinschafts-Puzzle.

Unter Brücken

Seit den Osterferien ist eine Menge passiert in unserem Klassenzimmer- und ich habe den Frühling in meinem Garten genossen, die Wochenenden nicht vor dem Schreibtisch verbracht und so auch nicht im Blog weiterberichtet. Dennoch sind einige Fotos entstanden und ich beginne mal hiermit:

Den französischen Maler Claude Monet wollte ich schon lange den Kindern vorstellen und dazu malen lassen. Hierzu wählte ich ein „Brückenbild“ aus seinem Garten in Giverny. Aber zuvor machten wir uns erst Gedanken, was unter einer Brücke denn so sein könnte. Die Kinder erzählten ihre Vorstellungen und bekamen dann ein DIN-A6 Blatt mit Brücke und malten ihre Ideen mit Buntstiften.






Ich freue mich sehr über diese tollen Ideen (es gibt noch mehr) und ihre Umsetzung (zugegeben: es gibt schon auch Kinder, deren Berufung es jetzt nicht ist, Maler zu werden – aber: es macht ihnen trotzdem Spaß!)

In der nächsten Stunde wurde dann das Bild von C. Monet vorgestellt und ich erzählte etwas zu seinem Leben und zur Entwicklung des neuen Kunststils des Impressionismus. Wir schauten uns das Bild genau an und suchten aus unserer „Tonpapier-Farbsammlung“ all die Farben, die der Künstler in seinem Bild verwendet hatte – und wir staunten über die vielen verschiedenen Farben.
Danach ging es ans Arbeiten. Die Brücke hatte ich wieder auf einem DIN-A3 Blatt kopiert und die Kinder begannen zuerst mit Ölkreiden die Seerosen und Gräser zu malen. Danach konnte alles mit blauer Wasserfarbe überpinselt werden ohne die Farbe anzunehmen. Als nächstes entstanden die Bäume im Hintergrund und hier wurde fleißig mit grün, gelb und braun gemischt. Viele Kinder versuchten auch im Stil Monets mit kurzen Pinselstrichen zu arbeiten. Als alles getrocknet war konnte dann die Brücke noch ausgemalt werden.









Tolle Bilder sind entstanden und die Kinder sind zu Recht sehr stolz auf ihre Kunstwerke.

Frühling

Nachdem der erste Ferientag mit Regen und kälte beginnt setze ich mich gerne an meinen Schreibtisch, um die Fotos der letzten Wochen zu sortieren und mich an den fröhlichen Farben der Bilder zu erfreuen.
Alternative Bügeln – na, da schreibe ich doch lieber weiter in meinem Blog.

Klar, dass der Frühling auch in unserem Klassenzimmer eingezogen ist.
„Echte“ Frühblüher werden betrachtet und die Schüler prägen sich die Namen (wieder) ein. Ich bin gespannt, wer von den Pinguinen die Blumen im nächsten Jahr noch kennt. Zugegeben – Hyazinthe ist schon ein sehr schweres Wort.

Eine Tafelanschrift hilft zum Hefteintrag:

Auch an der Pinwand zieht der Frühling ein:

Und natürlich an den Fenstern:

Nachdem unsere Lehramtsanwärterin die Abklatschtechnik mit Wassserfarben eingeführt hat, kommen auch die ersten Schmetterlinge am Fenster dazu. Ich denke, die werden den Frühling etwas überdauern.
(Leider kommen auf den Fotos die bunten, leuchtenden Farben nicht so klar heraus.)




Statt Osterkarten gibt es heuer auch für die Eltern (oder fürs Kinderzimmer) einen Fenstergruß.

Nachdem mir der Aufwand zu groß ist, mit Schablonen zu arbeiten, kopiere ich die einzelnen Teile auf buntes Papier, so dass die Kinder nur noch ausschneiden müssen.

Dieses Mal sammelt ein Osterhuhn die farbigen Eier. Sind die nicht toll geworden?



Und dann kam doch tatsächlich noch der Osterhase in der Pause und versüßte allen die kommenden Ferien.

Gerne hole ich mir für den Unterricht Anregungen im Netz.
Die „Tigerklasse“ hat ähnliche Hühner aus Filz genäht und ich habe dann noch passende Kopiervorlagen gefunden. Leider weiß ich nicht mehr wo, der Autor, die Autorin darf sich gerne melden. Auf jeden Fall vielen Dank!
Kerstin aus dem Blog „materialwiese“ hat wunderschöne Grußkarten entworfen, die ich dann verteilen konnte. Die Kinder haben sich sehr gefreut (nicht nur über die Schokis).

Allen Lesern wünsche ich erholsame Osterferien (so sie diese denn haben), und auf jeden Fall schöne Ostertage.

Rückblick auf die Woche

Nicht immer schaffen wir es vor dem Wochenende auf die vergangene Woche zurückzuschauen. Wenn dann doch Zeit dafür ist staune ich immer wieder, was den Kinder in Erinnerung bleibt an Lernstoff (hoffentlich viel!), aber auch an vielen Kleinigkeiten, an eher zufälligen Äußerungen von mir, an Gesprächsbeiträgen von Mitschülern, an Gefühlen, die empfunden wurden.

in dieser Woche war der Rückblick am Wochenanfang. Das haben die Kinder in einer Woche gelernt:

Ich war selbst ganz überrascht, was da alles zusammengekommen ist.

Und das möchten die Schüler noch weiter lernen und vertiefen:

Mal sehen, was wir schaffen werden.
Ich finde es toll, wenn sich die Kinder selbst Ziele setzen und diese dann auch erreichen wollen. Klar, dass wir auch an „Kommando Pimperle“ arbeiten werden – das nicht nur ein Spiel ist, sondern auch das genaue Zuhören und Bewegen schult.

Seit den Faschingsferien gibt es auch noch einen anderen Wochenrückblick:
jedes Kind sucht sich für die vergangene Woche einen Farbstreifen aus, der seine Gefühle, Wahrnehmungen ausdrückt.
„Ich nehme blau, weil mir Mathe gefallen hat.“
„Ich nehme weiß, weil es so laut war und ich nichts verstanden habe.“
„Ich nehme gelb, weil der (Lehrer) so streng geschaut hat.“
„Ich nehme grün, weil mein Geburtstag gefeiert wurde.“
„Ich nehme blau, weil mir die Geschichte von Latte Igel gefallen hat.“
Interessant, welche Farben bestimmten Gefühlen und Erlebnissen zugeordnet werden – Kinder verbinden ihre Eindrücke mit ganz anderen Farben als Erwachsene (das schon eingeübt haben).

So sind unsere Wochenbilder geworden:

Woche 1:

Woche2:

Woche3:

Und so hängen die Bilder im Klassenzimmer und warten auf „Zuwachs“:

Unser Körper

Wieder einmal ist das Thema „Unser Körper“ dran. Wir besprechen gemeinsam die verschiedenen Körperteile, unsere Sinne, informieren uns über das Skelett und einige Organe. Wie pflegen wir unsere Körper? Wann fühlen wir uns krank? Was tun wir, um gesund zu bleiben?
Besonders das Skelett interessiert die Kinder – wie gut, dass ich einige Röntgenbilder unserer Familienmitglieder gesammelt habe. So können alle den Kiefer unseres Sohnes bewundern (mit Milch- und bleibenden Zähnen), eine Hand und meinen gebrochenen Fuß. Mal etwas andere Fensterbilder! Auch die Organe sind interessant – die Kinder spüren ihren Herzschlag und ihren Puls am Handgelenk. Im Sportunterricht probieren wir aus, wie man sich mit Augenklappen blind bewegen kann. Können wir dem vertrauen, der uns führt? Einige Kinder haben Bücher mitgebracht, die fleißig betrachtet werden. Interessant ist auch eine Puppe von sigikid, deren Bauch mit Reißverschluss zu öffnen ist und dann viele Organe aus Stoff entnehmbar sind. Spannend!
Nebenbei entsteht unser „Schatzbuch“ – ein Lapbook zum Körper.
Vor zwei Jahren hat S. Schäfer im „Zaubereinmaleins“ viele Ideen veröffentlicht, die ich wieder gerne aufgreife. Den Kindern macht es großen Spaß, ihr besonderes Buch entstehen zu lassen.














Lego

In der Viertelstunde vor Schulbeginn ist bei uns Zeit zum Spielen.
Viele Möglichkeiten bieten sich aus unserem Spieleregal an, aber in diesem Jahr sind die Legosteine der „Renner“. Es wird jeden Morgen fleißig gebaut.
Und da ist die Kamera natürlich ideal, um die Kunstwerke festzuhalten, bevor sie wieder in ihre Einzelstücke zerlegt werden.




Geburtstag

„Freust du dich auf deinen Geburtstag?“ so wurde ich einen Tag vor meinem „großen Tag“ gefragt. Naja – die Zeiten sind schon länger vorüber, an denen man aufgeregt dem Geburtstag entgegenfiebert. Eher: schon wieder ein Jahr älter, die Zahlen wirken schon fast bedrohlich – und dennoch: ich bin dankbar für die vielen wunderbaren Jahre meines Lebens.
Die Kinder und meine Lehramtsanwärterin haben mir auf jeden Fall diesen Tag versüßt und mir sehr viel Freude gemacht.


Ich wurde reich beschenkt mit vielen Gemälden und Bastelarbeiten, Süßigkeiten und Blumen.


Die Mamas(oder Papas?) haben leckere Kuchen gebacken.


Ein tolles Tafelbild schmückt unser Klassenzimmer – und das Plakat auch demnächst mein Arbeitszimmer. Vielen Dank!