Schlagwort-Archiv: Ausflüge

Wir ernten

„Gemüse“ ist unser neuer HSU-Bereich innerhalb des großen Themas „Herbst“. Was liegt näher als den Ort anzuschauen, wo Gemüse wächst – nein, nicht im Supermarkt! – und es auch gleich zu ernten und mit ins Klassenzimmer zu bringen um es dort zu köstlicher Gemüsesuppe zu verarbeiten. Wie gut, dass wir in erreichbarer Nähe einen Gemüse- und Obstanbau zum Selberpflücken haben. Es ist – wie bei jedem Ausflug, den man schon Wochen vorher buchen muss – immer wieder spannend, wie denn an diesem Tag das Wetter wird. Die Spannung steigt mit dem Wetterbericht: Montag Sonne, Dienstag bewölkt, abends Regen, Mittwoch – unser Ausflugstag – weitgehend Regen … . Na super! Dienstag abend: es regnet – Mittwoch morgens: es regnet nicht!
Die Kinder kommen mit Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken. Es ist nass und auf den Feldern auch matschig – aber es kommt kein Tropfen vom Himmel, gelegentlich spitzt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.
Meiner Kollegin und mir fällt ein Stein vom Herzen. So wird es ein gelungener Vormittag. Die Kinder kommen zwar dreckig, aber trocken nach Hause.


Hier sind alle noch sauber. Bevor unsere Ernte losgeht wird erst einmal kräftig gefrühstückt.

Nur ein kleiner Eindruck vom Gemüseanbau:


Ein ganzer Schubkarren wird voll mit dem geernteten Gemüse. Leider habe ich ganz vergessen zu fotografieren.

Nach der Arbeit kommt dann noch das Vergnügen:


Baden in den Maiskörnern:


Was diesen dicken Bauch wohl ausfüllt?


Klettern auf Strohballen.


Gipfel bestiegen!

Zeitreise ins Mittelalter 3

Montag: Unser erster Tag der Projektwoche Mittelalter.
Alle Klassen treffen sich am Pausenhof und werden mit einer Hymne und einigen Worten des Herolds (= Schulleiterin) begrüßt. Und einem Rätsel: Woher kommt die Redewendung: einen Zahn zulegen? (Und siehe da: ein Schüler einer zweiten Klasse weiß die Lösung!)
An diesem Tag ist nur eines wichtig: das Theaterstück „Robin Hood“, gespielt vom Theater „Rootslöffel“. Im Gemeindesaal hat das mobile Theater alles aufgebaut und die Schauspieler spielen an diesem Morgen das Stück zweimal, damit es alle Klassen sehen können. Mich fasziniert wieder einmal die minimale Ausstattung der Bühne (Kartons) mit maximaler Wirkung und Einsatzmöglichkeit. Eine tolle Einstimmung auf die Woche.

Zeitreise ins Mittelalter 1

Unsere Schule begibt sich ins Mittelalter! In dieser Woche wollen wir gemeinsam ein bisschen von dieser Zeitspanne erfahren.
Unsere Heimatstadt wurde zwar im Mittelalter gegründet, vor über 1000 Jahren – alle Häuser, bis auf die Kirche – wurden jedoch im 30-jährigen Krieg zerstört. So bleibt uns also nur eine Fahrt in die Nachbarstadt, um vom Mittelalter mehr zu erfahren. Hier war es nicht der 30-jährige, sondern der 2. Weltkrieg, der so viel zerstört hat – aber vieles wurde wieder aufgebaut.
Eine tolle Stadtführerin lässt uns am mittelalterlichen Leben teilhaben.

Kaiser Karl IV. thront über dem Hauptmarkt auf der Frauenkirche und lässt sich jeden Tag um 12.00 Uhr die Ehrerbietung seiner Fürsten gefallen. Die Kinder können diese Szene nachspielen:


Hier wird die passende Verbeugung vor dem Kaiser geübt. Man beachte bitte den Kaiser mit „Möhren“zepter und Reichs“apfel“.


Und dann wird sich dreimal vor dem Kaiser verbeugt.

Weiter geht’s zu einem Brunnen. Wie war das damals, als der kleine Albrecht Dürer das Wasser für seine Mutter aus dem Brunnen holen musste? Und dann wird auch gleich das Löschen eines Brandes geübt – wenngleich die Plastik-Jogurteimerchen nicht ganz mittelalterlich sind.


In der Reihe werden die Wassereimer weitergegeben…


… und das Wasser wird von der Brücke in die Pegnitz gegossen.

Der nächste Halt: die Sebalduskirche. Die Kinder suchen den Heiligen Sebaldus mit Kirche, Wanderstab und Jakobsmuschel und werden auch fündig.

Kurz noch ein Blick auf den Künstler der Stadt, Albrecht Dürer, bevor dann die „Bergbesteigung“ beginnt.

Wir haben es fast geschafft.

Hier im Innenhof der Kaiserburg können wir ein Tänzchen wagen.

Und wir riskieren einen Blick in den tiefen Brunnen – fast 50 Meter geht es hinunter.

Nach dem Blick in die Tiefe geht es jetzt hinauf: auf den Sinwellturm.

Wer kann die Pyramide entdecken?

Ritter Eppeleins Pferd hat auf der Burgmauer seine Spuren hinterlassen – so erzählt wenigstens die Sage.

Nach einem mittelalterlichen Spiel (kann ich mir vorstellen) – Kirschkernweitspucken – verlassen wir das Mittelalter und kehren mit der modernen Technik , der U-Bahn wieder zurück zur Schule.

Aber – das Mittelalter wird uns nicht loslassen.

Sonne und Wolken, warm, Niederschlagsmenge 0mm…

… so war es im Wetterbericht der letzten Tage gemeldet.
Mit Vorfreude auf einen sonnigen Wandertag verlasse ich das Haus – und spüre einige Regentropfen. Das kann doch nicht sein!
Trotzdem – wir marschieren los. Immer wieder nieselt es, die Sonne kommt nicht durch. Nach dem gestrigen wunderbaren Spätsommertag ist das etwas frustrierend.
Die Kinder haben trotzdem ihren Spaß – und es tut ihnen gut, außerhalb der Schulumgebung zusammen zu sein.

Nach einer kurzen Busfahrt durch die Stadt wandern wir am Wiesengrund entlang zur kleinen Mainau-Quelle, im Volksmund „Gaggerlas-Quelle“, nachdem das Wasser etwas nach faulen Eiern schmeckt.

Hier machen wir unsere erste Pause.

Die „grünen Frösche“ sind unterwegs. (So schnell wird man aus einem Eisbären oder Pinguin zum Frosch!)

Und dann geht es weiter zum großen Spielplatz. Manche brauchen
trotzdem nur einen Ball…

… obwohl es noch viele Spiel- und Sportgeräte gibt.

Ich genieße statt dessen die Farben des Herbstes:



Noch ein kurzer Gang über unsere Kirchweih und dann geht es mit dem Bus wieder zurück zur Schule. Es war doch ein verlängertes Wochenende!