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Wohlfühlen

Passend zum Thema “Körper” machten wir uns auch Gedanken zum Wohlfühlen. Was und wen brauchen wir, um uns wohl zu fühlen? Wann geht es uns gut?
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Kinder sehr wohl ihr Empfinden ausdrücken und beschreiben können – und das auch sehr genau. Deutlich wurde auch, dass Beziehungen ausschlaggebend für ein “Wohlgefühl” sind.
Die Vorschläge der Schüler schrieb ich auf Puzzleteile und sie malten dann dazu.







So entstand ein großes Gemeinschafts-Puzzle.

Rückblick auf die Woche

Nicht immer schaffen wir es vor dem Wochenende auf die vergangene Woche zurückzuschauen. Wenn dann doch Zeit dafür ist staune ich immer wieder, was den Kinder in Erinnerung bleibt an Lernstoff (hoffentlich viel!), aber auch an vielen Kleinigkeiten, an eher zufälligen Äußerungen von mir, an Gesprächsbeiträgen von Mitschülern, an Gefühlen, die empfunden wurden.

in dieser Woche war der Rückblick am Wochenanfang. Das haben die Kinder in einer Woche gelernt:

Ich war selbst ganz überrascht, was da alles zusammengekommen ist.

Und das möchten die Schüler noch weiter lernen und vertiefen:

Mal sehen, was wir schaffen werden.
Ich finde es toll, wenn sich die Kinder selbst Ziele setzen und diese dann auch erreichen wollen. Klar, dass wir auch an “Kommando Pimperle” arbeiten werden – das nicht nur ein Spiel ist, sondern auch das genaue Zuhören und Bewegen schult.

Seit den Faschingsferien gibt es auch noch einen anderen Wochenrückblick:
jedes Kind sucht sich für die vergangene Woche einen Farbstreifen aus, der seine Gefühle, Wahrnehmungen ausdrückt.
“Ich nehme blau, weil mir Mathe gefallen hat.”
“Ich nehme weiß, weil es so laut war und ich nichts verstanden habe.”
“Ich nehme gelb, weil der (Lehrer) so streng geschaut hat.”
“Ich nehme grün, weil mein Geburtstag gefeiert wurde.”
“Ich nehme blau, weil mir die Geschichte von Latte Igel gefallen hat.”
Interessant, welche Farben bestimmten Gefühlen und Erlebnissen zugeordnet werden – Kinder verbinden ihre Eindrücke mit ganz anderen Farben als Erwachsene (das schon eingeübt haben).

So sind unsere Wochenbilder geworden:

Woche 1:

Woche2:

Woche3:

Und so hängen die Bilder im Klassenzimmer und warten auf “Zuwachs”:

Mathematik ist nicht nur rechnen

Wenn das nur so einfach wäre!
Die meiste Zeit in unserem Mathematik-Unterricht verbringen wir mit Rechnen: Zahlen bis 20 oder bis 100 werden gelernt und dann beginnen die Plus- und Minusaufgaben, später auch noch das Malnehmen und Teilen. Wie viele Kinder haben damit zu kämpfen! Und ich glaube, dass wir Lehrer es ihnen und uns auch leichter machen könnten, wenn wir die “Außenstellen” der Mathematik etwas mehr im Unterricht fokussieren würden: die Vielfalt der Geometrie, das logische Denken in der Kombinatorik, das Abschätzen und Nachdenken über Wahrscheinlichkeiten. Eigentlich weiß ich es und trotzdem bleibe ich – bleiben wir – dann doch beim bloßen Rechnen hängen.

Manchmal schaut dann Mathematikunterricht doch etwas anders aus:

Die Kinder kennen vom Kindergarten schon die Flächenformen Viereck, Dreieck und Kreis. Dass das mit dem Viereck dann doch nicht so einfach ist müssen sie lernen (und vergessen es dann doch oft wieder).
Wir schauen uns gemeinsam viele Flächenformen an und die Schüler können sie auch weitgehend benennen – bei dieser Auswahl ist das gar nicht so einfach.

Mit den Grundformen dürfen die Schüler dann Figuren oder Muster zeichnen und ausmalen. Die Plättchen dienen als Schablonen.

Dreieck, Quadrat und Kreis können auch drei gute Freunde sein und gemeinsam einen Ausflug unternehmen. Und das könnte dann so ausschauen:






Mathematik und Kunstunterricht sind immer wieder Partner in der Schule.

Aber auch beim freien Erzählen der Kinder kann Mathematik eine Rolle spielen.
Im Morgenkreis erzählen sie, was das Lieblingsspiel am Wochenende ist – und nebenbei entsteht ein Säulendiagramm.

Auf diese Weise ist es für die Kinder leicht, das Diagramm zu lesen. Klar, dass die Computerspiele (und xbox, Wii und wie sie alle heißen) an erster Stelle stehen – aber ich freue mich auch, dass viele andere Spiele genannt wurden.

Wissenswertes über den Igel

Unser neues Thema im Heimat- und Sachunterricht: der Igel.
Bevor wir in dieses Thema einsteigen, möchte ich von den Kindern erfahren, was sie eigentlich über den Igel wissen wollen. In Gruppenarbeit sammeln sie viele Fragen und ein Eisbär schreibt sie dann auf einen “Igelstachel”.


Es werden eine Menge Fragen.

Daheim übertrage ich sie am Computer in fehlerlose Schönschrift fürs Klassenzimmer.




Ob die Schüler am Ende der Einheit wohl alle Fragen beantworten können?
( Die Idee mit den Stacheln ist nicht auf “meinem Mist gewachsen” sondern stammt von einer Kollegin, die den Blog “Klassenkunst” führt.)

Dann geht es los mit dem Körperbau des Igels. Die Kinder benennen die Körperteile und wir überlegen uns, welche Aufgaben sie haben.

Lösungen

Was habe ich für schlaue und vor allem praktisch denkende Kinder in der Schule!
Gespräch 1:
Unser Wort der Woche ist diesmal “Flüchtlinge”. Die Kinder wissen eine Menge: Warum fliehen viele Menschen aus ihrer Heimat? Aus welchen Ländern und Gebieten kommen sie? Wo wohnen sie hier in Deutschland? Wie geht es ihnen wohl? Die Kinder zeigen viel Verständnis und Mitleid- sicher haben auch manche Familien schon Kleidung oder Geld gespendet. In unserer Stadt wurde ein leerstehendes Möbelhaus für die Flüchtlinge hergerichtet. Auch das ist vielen bekannt. Ich zeige ein Bild von aneinander stehenden Stockbetten. Ob die Kinder so leben möchten?
Da bringt ein Mädchen eine grandiose Idee:
Warum werden die Flüchtlinge nicht bei IKEA untergebracht. Da gibt es doch viele Betten und Sofas. Und ein Restaurant gibt es auch.
Bestätigende Anmerkung eines anderen Schülers: Und ein Spieleparadies für die Kinder gibt es auch.
So einfach wäre es also! (Es gibt ja noch mehr Möbelhäuser mit Spieleparadies.)
Gespräch 2:
Wir sprechen über die Lautstärke im Unterricht. Viele beschweren sich, dass es zu laut wäre, aber keiner hält sich an die “Flüstersprache”. Da kommt ein weiser Spruch eines Erstklässlers:
“Es ist doch ganz einfach leise zu sein, man muss nur seinen Mund zu machen”.
Das werden wir doch mal ausprobieren!