Schlagwort-Archiv: Herbst

Unsere Herbst-Werkstatt

Der Herbst bietet viele Themen für den Sachunterricht:
Nach Erntezeit von Gemüse und Obst, dem Erntedankfest und der Kirchweih bietet sich natürlich die Veränderung der Natur und die Blätter und Früchte von Laubbäumen an: Kastanien, Eicheln, Bucheckern und „Nasenzwicker“. Wie schützen wir uns bei zunehmender Dunkelheit im Straßenverkehr? Welche Farben werden gesehen? Über Feste wie Halloween und Sankt Martin wird gesprochen. Wie ziehe ich mich bei Kälte an? (Obwohl das ja momentan noch kein Thema ist.) ZU vielen Themen können wir fächerübergreifend arbeiten, d.h. sie vor allem mit Deutsch und Kunsterziehung verbinden.
In unserer Herbst-Werkstatt sollen die Kinder lernen, sich eigenverantwortlich passende Aufgaben zu suchen und sie auch ordentlich zu bearbeiten.
Hier eine Auswahl der Aufgaben:


Die ersten Schreibversuche eines Erstklässlers!


In unserer Werkstatt gibt es nicht nur Arbeitsblätter!


In dieser Klasse werden die Mandalas geliebt. Obwohl ich sie selbst nicht so mag – sie schulen das genaue Ausmalen.


Nach Vorlage soll hier die Vogelscheuche weitergemalt werden. Das erfordert hohe Konzentration, genaues Hinschauen und gute Feinmotorik.

Einige Vorlagen stammen von Kolleginnen, die ihre Arbeiten im Internet veröffentlichen. Vielen Dank euch, die ihr so vielen die Arbeit und das „Nachdenken“ erleichtert.

Gemüseköpfe

Nach einigen Tagen Ausspannen bei wunderbarem Wetter geht es wieder weiter im Alltag und meine Gedanken weilen dann doch ab und zu bei der Schule.
Die Urlaubsfotos sind auf den Rechner geladen und da fallen mir doch auch noch die Fotos der letzten Schultage in die Hände auf den Bildschirm. Ach ja, Gemüse und Herbst waren doch unsere letzten Themen im Sachunterricht. Langsam dämmert es wieder!
Unsere Kunstwerke zum Thema Gemüse (angelehnt an den Künstler Giuseppe Arcimboldo): Gemüseköpfe.




Zuerst kann aus zwei verschiedenen Vorlagen ausgewählt werden (bei einer hat sich auch etwas Obst mit hinein geschmuggelt). Dann malen die Kinder mit den Wasserfarben aus. Es ist nicht so schlimm, wenn da mal rausgemalt wird – das Gemüse wird ja noch ausgeschnitten.

Zuerst wird der Gemüsekopf (Obstkopf) gelegt, es wird ausprobiert, herumgeschoben, Neues hinzugefügt. Wenn alles passt geht es ans Aufkleben.
Tolle fröhliche, monstermäßige, lustige Köpfe entstehen.







Gemüsesuppe

Nach dem fleißigen Ernten können wir am übernächsten Tag das Gemüse „verkochen“. Jeder hat Brettchen, Messer und Kartoffelschäler vorbei. Wir betrachten und benennen unser Gemüse, entscheiden, ob wir es für die Gemüsesuppe verwenden können und dann geht es los:
es wird fleißig geschnippelt. Manche können mit dem kleinen Messer schon perfekt umgehen, für die anderen ist das Schneiden und Schälen noch etwas fremd. Aber wir schaffen es und benötigen nur ein kleines Pflaster. Perfekt!







Eine willkomene Unterbrechung: Feueralarm!
Dass dann auch gleich der ganze Löschzug mit Polizei und Rettungswagen anrückt liegt jedoch nicht an unserer Gemüsesuppe.
Die Kinder finden es trotzdem spannend.

Bei uns geht es dann weiter:
die Suppe ist fertig. (Rezept: Gemüse, Wasser, gekörnte Brühe)

Und viele lassen es sich schmecken. Nicht jeder ist jedoch von der Suppe zu überzeugen – aber probiert haben sie alle.


Den beiden schmeckt es auf jeden Fall.

Und am Schluss wird das übrig gebliebene Gemüse und der Salat noch verteilt. Bestimmt hat es noch einigen Familien geschmeckt.
Und vielleicht wagt sich ja doch manche Mama an eine Gemüsesuppe.

Wir ernten

„Gemüse“ ist unser neuer HSU-Bereich innerhalb des großen Themas „Herbst“. Was liegt näher als den Ort anzuschauen, wo Gemüse wächst – nein, nicht im Supermarkt! – und es auch gleich zu ernten und mit ins Klassenzimmer zu bringen um es dort zu köstlicher Gemüsesuppe zu verarbeiten. Wie gut, dass wir in erreichbarer Nähe einen Gemüse- und Obstanbau zum Selberpflücken haben. Es ist – wie bei jedem Ausflug, den man schon Wochen vorher buchen muss – immer wieder spannend, wie denn an diesem Tag das Wetter wird. Die Spannung steigt mit dem Wetterbericht: Montag Sonne, Dienstag bewölkt, abends Regen, Mittwoch – unser Ausflugstag – weitgehend Regen … . Na super! Dienstag abend: es regnet – Mittwoch morgens: es regnet nicht!
Die Kinder kommen mit Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken. Es ist nass und auf den Feldern auch matschig – aber es kommt kein Tropfen vom Himmel, gelegentlich spitzt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.
Meiner Kollegin und mir fällt ein Stein vom Herzen. So wird es ein gelungener Vormittag. Die Kinder kommen zwar dreckig, aber trocken nach Hause.


Hier sind alle noch sauber. Bevor unsere Ernte losgeht wird erst einmal kräftig gefrühstückt.

Nur ein kleiner Eindruck vom Gemüseanbau:


Ein ganzer Schubkarren wird voll mit dem geernteten Gemüse. Leider habe ich ganz vergessen zu fotografieren.

Nach der Arbeit kommt dann noch das Vergnügen:


Baden in den Maiskörnern:


Was diesen dicken Bauch wohl ausfüllt?


Klettern auf Strohballen.


Gipfel bestiegen!

Igelbilder

Der Igel bietet sich immer wieder zu vielfältiger Gestaltung an.
Dieses Jahr malen und drucken wir den Igel.
Zuerst wird der Hintergrund mit Schwämmchen eingefärbt.
Nach dem Trocknen geht es richtig los: Der Igelkörper wird gemalt.

Und dann werden mit den Kanten von Wellpappe (noch besser: fester Karton)die Stacheln gedruckt.

Zum Schluss darf der Igel noch in sein Blätternest. Dazu brauchen wir unser Blatt mit den kürzlich gemalten Herbstfarben.

Auf der Rückseite habe ich Blattumrisse kopiert – so dass die Kinder jetzt nur noch Blätter ausschneiden – zum Igelnest anordnen – aufkleben – und fertig sind die Kunstwerke.





Wissenswertes über den Igel

Unser neues Thema im Heimat- und Sachunterricht: der Igel.
Bevor wir in dieses Thema einsteigen, möchte ich von den Kindern erfahren, was sie eigentlich über den Igel wissen wollen. In Gruppenarbeit sammeln sie viele Fragen und ein Eisbär schreibt sie dann auf einen „Igelstachel“.


Es werden eine Menge Fragen.

Daheim übertrage ich sie am Computer in fehlerlose Schönschrift fürs Klassenzimmer.




Ob die Schüler am Ende der Einheit wohl alle Fragen beantworten können?
( Die Idee mit den Stacheln ist nicht auf „meinem Mist gewachsen“ sondern stammt von einer Kollegin, die den Blog „Klassenkunst“ führt.)

Dann geht es los mit dem Körperbau des Igels. Die Kinder benennen die Körperteile und wir überlegen uns, welche Aufgaben sie haben.

Die Farben des Herbstes

Wunderbar ist es momentan, bei Sonnenschein spazieren zu gehen. Die Bäume leuchten in (fast) allen Farben.
Manchen Kindern ist das leider nicht so ganz klar – und deshalb ist es jeden Herbst für mich Pflicht über die Herbstfarben zu sprechen und natürlich auch mit ihnen zu gestalten.
Zuerst dürfen die Kinder aus meinen „Schnipselkisten“ (hierin befinden sich alle Tonpapierreste der letzten Jahre),Farben aussuchen. Jeder legt eine Farbe in den Kreis und darf dazu eine Herbstgeschichte oder einen Herbstsatz erzählen. Nicht passende Farben (blau, lila, schwarz, weiß) werden aussortiert und dann können mit den Schnipseln in Gruppenarbeit große vorgegebene Blätter beklebt werden.


So bunt schaut es auf den Tischen aus. Die Schnipsel würden auch noch für mehr Blätter reichen.



Weiter geht es dann mit dem Malen der Herbstfarben. Nach dem Fingerdruck der Vögel ist es der erste Umgang der Pinguine mit Pinsel und Wasserfarben (in der Schule). So ist es gut, dass dabei nicht auf Formen geachtet wird, sondern auf den Umgang mit den Farben und dem Mischen auf dem Papier. Immer wieder interessant ist es, wie die Kinder ihre Farbkästen „behandeln“. Die einen würden am liebsten bei jeder Farbe den Pinsel tauschen um ja nicht mit einer anderen Farbe in das Näpfchen zu kommen. Den anderen ist das „so was von schnuppe“ – da schauen nach einer Weile alle Näpfchen gleich aus. Na, wir werden das schon noch hinkriegen! Und auch das mit dem Wasser – das eigentlich im Becher bleiben sollte.


Alle sind fleißig bei der Sache.



Es fällt nicht allen leicht, sich von Formen und Mustern zu trennen.


Jetzt können die Bilder erstmal lange trocknen – nach den Herbstferien geht es dann mit dem Kunstwerken weiter.

Die ersten Ferien …

… stehen für die Pinguine vor der Tür. Sechs Wochen haben alle fleißig gearbeitet und schon vieles gelernt. Und natürlich haben die Eisbären ihre Ferien genauso verdient.
Zum Abschluss gibt es noch ein gemeinsames Frühstück. Nach dem Kennenlernen einiger Heckenfrüchte bietet sich da ein Herbstfrühstück geradezu an. Auf der Speisekarte stehen:
– Semmeln und Brot
– Butter (nicht ganz: auf Wunsch einer einzelner Dame Margarine mit Butter)
– Brombeermarmelade
– Hagebuttenmarmelade
– Holundermarmelade
– Haselnüsse zum Knabbern
– Haselnussmuffins (vielen Dank an eine liebe Oma!)
– Haselnussjogurt
– Brombeeren
– Hagebuttentee
Nach der lautstarken Vorbereitung und dem Tischdecken wird es dann beim Kauen doch etwas ruhiger. Allen schmeckt es – und es wird richtig gemütlich im Klassenzimmer.



Heckenfrüchte

Bei diesem Wetter spazierzugehen ist einfach wunderschön. Der Himmel ist blau, die Blätter beginnen gelb und rot zu werden und es noch warm – so fällt der Abschied vom Sommer (momentan) noch leicht.
An den Sträuchern sind die Früchte in allen Farben reif geworden. Einige davon habe ich mit ins Klassenzimmer gebracht.

Hagebutten, Brombeeren und Haselnüsse waren den Kindern weitgehend bekannt. Kaum einer wusste jedoch, dass man aus den Hagebutten Marmelade machen kann, die dann auch noch in unseren Krapfen wunderbar schmeckt. Ich muss gestehen, dass ich auch noch verraten habe, dass man in den Hagebutten „Juckpulver“ findet und dass wir es als Kinder äußerst witzig fanden, die haarigen Kerne anderen in den Kragen zu stecken. Also – meine Schuld!
In diesem Jahr konnten wir keine Holunderbeeren finden, auch die Hagebutten sind zwar reif, wachsen aber nicht so dicht wie sonst. Dafür gibt es genügend Schlehen (die in den Jahren vorher sehr spärlich waren) und das erste Mal seit 20 Jahren wachsen Mengen an Haselnüssen an unserem Strauch im Garten. Woran liegt das?
Vielleicht entdecken ja Eltern und Kinder bei Herbstspaziergängen die Früchte an den Sträuchern.
Übrigens: Vogelbeeren der Eberesche sind nicht – wie viele meinen – giftig. Sie werden auch für die Marmeladen- und Schnapsherstellung verwendet. Vogelbeeren sollen mehlig schmecken (ich hab’s noch nicht probiert) aber sonst nicht schaden. Giftig dagegen sind Pfaffenhütchen und Liguster, der ja an vielen Hecken in der Nähe unserer Schule wächst.