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Drei Spatzen

Die Vögel waren Teil des Sachunterrichts im Januar. Was sind Zug- und Standvögel? Welche Vögel bleiben hier und wie schauen sie aus? Was fressen sie? Da ist es fast schon Pflicht, das Gedicht von J.Guggenmos „Die drei Spatzen“ zu lesen (und auswendig zu lernen) und dazu zu malen.
Mit Wasserfarben entsteht ein Bild, das völlig ohne Pinsel auskommt:
Der Hintergrund wird mit einem Papiertuch und den Farben blau und weiß getupft, der Ast mit einem Strohhalm geblasen und die Vögel mit den Fingern gedruckt. Auf das trockene Bild werden dann noch Augen, Schnäbel und Krallen mit Ölkreiden gemalt.





Es brennt!

Hoffentlich nur auf unseren Bildern!
Nachdem wir in der Weihnachtszeit auf die Gefahren des Feuers näher eingegangen sind und im Klassenzimmer „gezündelt“ haben, bot es sich an, das Thema Feuer auch künstlerisch anzugehen.
Zeitungspapier wurde in gelb-orange-rot-Tönen gefärbt und dann in Streifen gerissen. So entstanden dann diese Collagen:




Es gibt uns noch!

Tatsächlich! Da ersehnt man sich die Ferien herbei, dann vergehen die Weihnachtstage und der Urlaub wie im Flug, man orientiert sich neu im Schulalltag, plant die nächsten Unterrichtsthemen, kämpft mit Erkältung und bereitet die neuen Lernentwicklungsgespräche vor und fragt sich dann: Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Hallo – Weihnachten war doch erst vor drei Wochen! Es erscheint mir schon wie eine Ewigkeit her. Der Alltag hat mich wieder ergriffen und die Zeit eilt voran.
Zeit – um noch einmal zurückzublicken auf die letzten Wochen.

Die Weihnachtszeit war natürlich geprägt von Vorlesen, Singen und Basteln.
Eine Idee aus dem „lernbasar“ nutzten wir gleich für Weihnachtskarten:




Kleine Geschenke für die Eltern (und den Weihnachtsbaum) wurden geklebt:

Und dann ging es nach dem gemeinsamen Feiern mit Plätzchen und Kinderpunsch ab in die Weihnachtsferien…

… und ins neue Jahr 2015.

Hochzeit

Schön, wenn junge Menschen sich noch trauen sich trauen zu lassen. In unserer Zeit ist das nicht mehr so ganz selbstverständlich.
Unsere Lehramtsanwärterin hat sich getraut – und wir haben das natürlich zum Anlass genommen ihr „herzig“ zu gratulieren.
Dafür haben wir ihr eine riesengroße Karte gebastelt. Ich finde, sie ist richtig toll geworden.


Die Unterschriften habe ich wieder weggepinselt – daher die unschönen weißen Flecken.

Heute haben wir unsere junge Ehefrau gefeiert mit Lied und viel Kuchen, den die Eltern gebacken haben. Vielen Dank!
Und noch einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Leben zu zweit!

Advent, Advent, …

Jeden Tag beginnen wir den Unterricht mit einer Adventsfeier. Diese Zeit soll für die Kinder etwas ganz Besonderes werden- mit Adventskalender, Lieder singen, Geschichten hören und ruhig werden (wenn das auch nicht immer so klappt, wie ich es mir wünsche).


Unser Adventskranz, den die Kinder selbst geschmückt haben.


in diesem Jahr gibt es den Adventskalender „Kinder aus aller Welt“. Jeden Tag wird aus einem kleinen Büchlein eine Geschichte von Weihnachtsbräuchen in vielen Ländern vorgelesen. Wir sind also jeden Morgen in der ganzen Welt unterwegs.


Ein Adventskalender der ganz besonderen Art: ein Schüler hat ihn mit seinem Papa gebastelt und jeden Tag darf ein Kind eine Mathematikaufgabe lösen.


Jeden Tag kommen zur Playmobil-Krippe weitere Figuren. Inzwischen ist sie schon ziemlich bestückt.


Sterne werden natürlich auch gebastelt.

Bevor es richtig losgeht, müssen die Kinder sich jedoch erst mal überlegen, wie viele Sterne sie aus vier Farben basteln können. Zusammen knobeln sie an den Tischen und bekommen dann das Ergebnis heraus.

Diese Sterne kann man aus vier Farben basteln.

Und sie schmücken dann auch gleich unsere Adventsfenster:

Mathematik ist nicht nur rechnen

Wenn das nur so einfach wäre!
Die meiste Zeit in unserem Mathematik-Unterricht verbringen wir mit Rechnen: Zahlen bis 20 oder bis 100 werden gelernt und dann beginnen die Plus- und Minusaufgaben, später auch noch das Malnehmen und Teilen. Wie viele Kinder haben damit zu kämpfen! Und ich glaube, dass wir Lehrer es ihnen und uns auch leichter machen könnten, wenn wir die „Außenstellen“ der Mathematik etwas mehr im Unterricht fokussieren würden: die Vielfalt der Geometrie, das logische Denken in der Kombinatorik, das Abschätzen und Nachdenken über Wahrscheinlichkeiten. Eigentlich weiß ich es und trotzdem bleibe ich – bleiben wir – dann doch beim bloßen Rechnen hängen.

Manchmal schaut dann Mathematikunterricht doch etwas anders aus:

Die Kinder kennen vom Kindergarten schon die Flächenformen Viereck, Dreieck und Kreis. Dass das mit dem Viereck dann doch nicht so einfach ist müssen sie lernen (und vergessen es dann doch oft wieder).
Wir schauen uns gemeinsam viele Flächenformen an und die Schüler können sie auch weitgehend benennen – bei dieser Auswahl ist das gar nicht so einfach.

Mit den Grundformen dürfen die Schüler dann Figuren oder Muster zeichnen und ausmalen. Die Plättchen dienen als Schablonen.

Dreieck, Quadrat und Kreis können auch drei gute Freunde sein und gemeinsam einen Ausflug unternehmen. Und das könnte dann so ausschauen:






Mathematik und Kunstunterricht sind immer wieder Partner in der Schule.

Aber auch beim freien Erzählen der Kinder kann Mathematik eine Rolle spielen.
Im Morgenkreis erzählen sie, was das Lieblingsspiel am Wochenende ist – und nebenbei entsteht ein Säulendiagramm.

Auf diese Weise ist es für die Kinder leicht, das Diagramm zu lesen. Klar, dass die Computerspiele (und xbox, Wii und wie sie alle heißen) an erster Stelle stehen – aber ich freue mich auch, dass viele andere Spiele genannt wurden.

Igelbilder

Der Igel bietet sich immer wieder zu vielfältiger Gestaltung an.
Dieses Jahr malen und drucken wir den Igel.
Zuerst wird der Hintergrund mit Schwämmchen eingefärbt.
Nach dem Trocknen geht es richtig los: Der Igelkörper wird gemalt.

Und dann werden mit den Kanten von Wellpappe (noch besser: fester Karton)die Stacheln gedruckt.

Zum Schluss darf der Igel noch in sein Blätternest. Dazu brauchen wir unser Blatt mit den kürzlich gemalten Herbstfarben.

Auf der Rückseite habe ich Blattumrisse kopiert – so dass die Kinder jetzt nur noch Blätter ausschneiden – zum Igelnest anordnen – aufkleben – und fertig sind die Kunstwerke.





Die Farben des Herbstes

Wunderbar ist es momentan, bei Sonnenschein spazieren zu gehen. Die Bäume leuchten in (fast) allen Farben.
Manchen Kindern ist das leider nicht so ganz klar – und deshalb ist es jeden Herbst für mich Pflicht über die Herbstfarben zu sprechen und natürlich auch mit ihnen zu gestalten.
Zuerst dürfen die Kinder aus meinen „Schnipselkisten“ (hierin befinden sich alle Tonpapierreste der letzten Jahre),Farben aussuchen. Jeder legt eine Farbe in den Kreis und darf dazu eine Herbstgeschichte oder einen Herbstsatz erzählen. Nicht passende Farben (blau, lila, schwarz, weiß) werden aussortiert und dann können mit den Schnipseln in Gruppenarbeit große vorgegebene Blätter beklebt werden.


So bunt schaut es auf den Tischen aus. Die Schnipsel würden auch noch für mehr Blätter reichen.



Weiter geht es dann mit dem Malen der Herbstfarben. Nach dem Fingerdruck der Vögel ist es der erste Umgang der Pinguine mit Pinsel und Wasserfarben (in der Schule). So ist es gut, dass dabei nicht auf Formen geachtet wird, sondern auf den Umgang mit den Farben und dem Mischen auf dem Papier. Immer wieder interessant ist es, wie die Kinder ihre Farbkästen „behandeln“. Die einen würden am liebsten bei jeder Farbe den Pinsel tauschen um ja nicht mit einer anderen Farbe in das Näpfchen zu kommen. Den anderen ist das „so was von schnuppe“ – da schauen nach einer Weile alle Näpfchen gleich aus. Na, wir werden das schon noch hinkriegen! Und auch das mit dem Wasser – das eigentlich im Becher bleiben sollte.


Alle sind fleißig bei der Sache.



Es fällt nicht allen leicht, sich von Formen und Mustern zu trennen.


Jetzt können die Bilder erstmal lange trocknen – nach den Herbstferien geht es dann mit dem Kunstwerken weiter.

Vögel auf dem Weg in den Süden

Ich erzähle gerne Geschichten. Oft bietet es sich im Fach Kunsterziehung an, die Kinder an ein bestimmtes Thema heranzuführen.
Auf dem Weg in den Süden treffen sich die Vögel auf einer Stromleitung (wer kennt schon noch Telefonleitungen?) und erzählen sich von ihren Erlebnissen im Sommer. Da ist ein Singen und Gezwitscher. Die Vögel freuen sich, sich wiederzusehen.
Für die Pinguine ist es das erste Mal, dass wir den Wasserfarbkasten benutzen. Wir wollen die Farben kennenlernen, den Umgang mit dem Wasser und den Farbtöpfchen. Da brauchen wir am Anfang keinen Pinsel, der Finger reicht. Es ist auch interessant zu spüren, wie sich die Farbe löst und am Finger anfühlt. Das macht später die Erfahrungen mit dem Pinsel leichter.
Und so entstehen wunderbare bunte Tupfen, die die Kinder nach dem Trocknen mit einem schwarzen Buntstift in Vögel „verwandeln“.