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Formen und Farben

Wie führe ich alle Farben des Wasserfarbkastens ein? Diese Frage stelle ich mir jedes Jahr neu und ich suche immer wieder nach neuen Ideen.
Zeitgleich behandelten wir im Mathematikunterricht gerade die geometrischen Formen und da bot sich eine Kombination von Form und Farbe an.






Die Formen sind vorgegeben und werden mit einer Farbe aus dem Malkasten ausgemalt. Nach dem Trocknen wird ausgeschnitten und dann die Formen aufgeklebt wie “hingeworfen”.
Eine Arbeit, die allen gelingt und nett ausschaut.

Geld …

…ist ein neues Thema in Mathematik.
Unsere kleinen Pinguine stehen diesem Thema noch etwas fremd und ehrfurchsvoll gegenüber. Man merkt schon, dass Geld noch keine Rolle in ihrem Leben spielt (das sehe ich übrigens nicht negativ – Geld wird noch früh genug wichtig für sie). Die Eisbären sind dagegen schon “Profis”. Da wird im Gespräch mit Begriffen wie Münzen, Scheine, Bank, Konto, Kontonummer, Geldautomat, Taschengeld, sparen, bezahlen, verdienen, spenden fast schon selbstverständlich umgegangen. Was für ein Unterschied in einem Jahr!
Mit dem Spielgeld wird nach Cent und Euros sortiert, nach Werten geordnet und eingekauft.


Verkleidet macht das natürlich noch viel mehr Spaß!

Advent, Advent, …

Jeden Tag beginnen wir den Unterricht mit einer Adventsfeier. Diese Zeit soll für die Kinder etwas ganz Besonderes werden- mit Adventskalender, Lieder singen, Geschichten hören und ruhig werden (wenn das auch nicht immer so klappt, wie ich es mir wünsche).


Unser Adventskranz, den die Kinder selbst geschmückt haben.


in diesem Jahr gibt es den Adventskalender “Kinder aus aller Welt”. Jeden Tag wird aus einem kleinen Büchlein eine Geschichte von Weihnachtsbräuchen in vielen Ländern vorgelesen. Wir sind also jeden Morgen in der ganzen Welt unterwegs.


Ein Adventskalender der ganz besonderen Art: ein Schüler hat ihn mit seinem Papa gebastelt und jeden Tag darf ein Kind eine Mathematikaufgabe lösen.


Jeden Tag kommen zur Playmobil-Krippe weitere Figuren. Inzwischen ist sie schon ziemlich bestückt.


Sterne werden natürlich auch gebastelt.

Bevor es richtig losgeht, müssen die Kinder sich jedoch erst mal überlegen, wie viele Sterne sie aus vier Farben basteln können. Zusammen knobeln sie an den Tischen und bekommen dann das Ergebnis heraus.

Diese Sterne kann man aus vier Farben basteln.

Und sie schmücken dann auch gleich unsere Adventsfenster:

Wir spielen Mathematik

Noch einmal Mathematik ganz anders erleben – das konnten wir im “Matheland”, einer Lernwerkstatt vom Schulmuseum Nürnberg und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, erleben.
Statt Schuhe gab es in einem ehemaligen Schuhgeschäft also Mathematik – und die Kinder waren begeistert.


Eine Mitarbeiterin erklärt alle “Spiele” (bzw. mathematische Aufgaben – aber das merkt ja keiner!).


Hier muss fleißig addiert oder subtrahiert werden.



Geometrie – Körper nachbauen.


“Leckere” Hamburger werden in der richtigen Reihenfolge aufgesteckt.


Wer hat am ersten 50cm Schienen gebaut?


Spiegeln – gar nicht so einfach!


Was passt zusammen?


Hier muss die Tabelle gelesen und die richtigen Mengen zugeordnet werden.


Was ist schwerer? Wie kann man die Waage in Balance halten?


Die Bremer Stadtmusikanten müssen richtig gesetzt werden.


Mit dem Meterband messen: Wie groß bist du?


Die eigenen Körpermaße werden mit denen dieser Figur verglichen.


Im Zahlendorf werden Mengen richtig zugeordnet.


Diese Scheibe sitzt auf einer Korkkugel und wird mit Bausteinen belegt. Wie lange bleibt die Scheibe gerade?


Aus verschiedenen Formen wird ein vorgegebenes Bild gelegt.

Das Ergebnis ist fast richtig.

Die Kinder konnten nicht alle Möglichkeiten erspielen. Einerseits war das natürlich schade, andererseits waren die Kinder danach ziemlich geschafft. Dieses Mal hat spielen auch müde gemacht. Da es momentan in unserer Stadt noch viele leerstehende Geschäfte gibt – vielleicht kommt das Matheland ja wieder!

Mathematik ist nicht nur rechnen

Wenn das nur so einfach wäre!
Die meiste Zeit in unserem Mathematik-Unterricht verbringen wir mit Rechnen: Zahlen bis 20 oder bis 100 werden gelernt und dann beginnen die Plus- und Minusaufgaben, später auch noch das Malnehmen und Teilen. Wie viele Kinder haben damit zu kämpfen! Und ich glaube, dass wir Lehrer es ihnen und uns auch leichter machen könnten, wenn wir die “Außenstellen” der Mathematik etwas mehr im Unterricht fokussieren würden: die Vielfalt der Geometrie, das logische Denken in der Kombinatorik, das Abschätzen und Nachdenken über Wahrscheinlichkeiten. Eigentlich weiß ich es und trotzdem bleibe ich – bleiben wir – dann doch beim bloßen Rechnen hängen.

Manchmal schaut dann Mathematikunterricht doch etwas anders aus:

Die Kinder kennen vom Kindergarten schon die Flächenformen Viereck, Dreieck und Kreis. Dass das mit dem Viereck dann doch nicht so einfach ist müssen sie lernen (und vergessen es dann doch oft wieder).
Wir schauen uns gemeinsam viele Flächenformen an und die Schüler können sie auch weitgehend benennen – bei dieser Auswahl ist das gar nicht so einfach.

Mit den Grundformen dürfen die Schüler dann Figuren oder Muster zeichnen und ausmalen. Die Plättchen dienen als Schablonen.

Dreieck, Quadrat und Kreis können auch drei gute Freunde sein und gemeinsam einen Ausflug unternehmen. Und das könnte dann so ausschauen:






Mathematik und Kunstunterricht sind immer wieder Partner in der Schule.

Aber auch beim freien Erzählen der Kinder kann Mathematik eine Rolle spielen.
Im Morgenkreis erzählen sie, was das Lieblingsspiel am Wochenende ist – und nebenbei entsteht ein Säulendiagramm.

Auf diese Weise ist es für die Kinder leicht, das Diagramm zu lesen. Klar, dass die Computerspiele (und xbox, Wii und wie sie alle heißen) an erster Stelle stehen – aber ich freue mich auch, dass viele andere Spiele genannt wurden.

Mathe für die Großen

Während die Pinguine fleißig ihre Zahlen lernen und üben widmen sich die Eisbären den schwierigen Aufgaben im Knobelheft. Ein Kollege hat die Hefte erstellt, drucken lassen und verschickt. Solltest du das hier lesen, Florian, vielen Dank nochmals für deine Ideen und deine Arbeit!

Mit diesen Sachaufgaben haben wir uns beschäftigt:

Nun gibt es Kinder, die lesen diese Aufgaben durch und rechnen sie locker-leicht im Kopf aus. Manche schreiben die Plus- und Minusaufgaben dazu. Und für andere ist die Aufgabe eher ein Buch mit sieben Siegeln.
Wie gut, dass wir in diesem Jahr eine Lehramtsanwärterin haben, die sich dieser Aufgabe ganz kreativ angenommen hat.


Die Kinder konnten die Aufgabe nachspielen – und schwupps – schon hatten sie die Aufgabe verstanden und konnten sie lösen. Und wenn es dann auch noch so tolle Bahnhöfe und Ortsnamen sind!

Etwas einfacher und farbloser ging es dann mit dem Rechnen mit Kastanien weiter. Für die Kinder ist es immer besonders schwierig, zu der dargestellten Situation der Aufgabe eine Frage zu finden. Manchmal ist die so klar, dass sie diesen oft kleinen Schritt gar nicht wagen. So üben wir die Zuordnung Rechengeschichte – Frage – Rechnung – Antwort. Die verschiedenen Aufgaben werden mit den Kastanien nachgelegt und die verschiedenen Aufgabenteile zugeordnet. Auch das ist nicht immer so einfach.


Zuerst muss die Geschichte verstanden werden. Dann eine Frage formuliert (und im Heft oder auf dem Arbeitsblatt auch noch aufgeschrieben werden – das da dann auch Rechtschreibung nur wenig Wert gelegt werden kann, ist klar). Eine Rechnung wird überlegt – braucht man dazu jetzt plus oder minus? Manchmal sind auch zwei Aufgaben in der Lösung versteckt.
Und dann auch noch die Antwort – wieder ein Satz!
Beim Schreiben merke ich jetzt selbst, wie viel den Schülern da abverlangt wird. Es ist wirklich Kopfarbeit, die sie da leisten müssen.

Zahlen, Ziffern und Mengen

So ein Begriffs-Durcheinander! Die Kinder wollen doch einfach nur die Zahlen lernen. Dass Ziffern und Mengen verschieden sind, ist den Kleinen egal. Fünf ist fünf – da interessieren die Darstellungsformen erst mal wenig. Trotzdem – die Zahlen müssen aus verschiedenen Aspekten behandelt werden. Und dazu haben wir im Klassenzimmer eine Menge Übungsmaterial, mit dem die Kinder gerne “spielen”.


Erinnerung an den Sommerurlaub am Meer! Die Kinder dürfen auf jeden “Strandabschnitt” die passende Anzahl an Muscheln legen (wie gut, dass meine Kinder vor vielen Jahren diese fleißig gesammelt haben).


Aus verschiedenen laminierten Formen werden die Ziffern gelegt.


Wie viel ist es? Die richtige Anzahl wird farbig geklammert und auf der Rückseite selbständig kontrolliert.


Hier werden ähnliche Aufgaben “gestöpselt”. Zusammen macht es einfach mehr Spaß. Und man muss auch nicht immer am Tisch sitzen.



Spannend – können die Finger die richtigen Mengen ertasten?


Ein gemeinsamer Hefteintrag darf natürlich nicht fehlen.


Und das Schreiben der Ziffern wird ansprechend geübt.