Schlagwort-Archiv: Schulleben

Gemüsesuppe

Nach dem fleißigen Ernten können wir am übernächsten Tag das Gemüse “verkochen”. Jeder hat Brettchen, Messer und Kartoffelschäler vorbei. Wir betrachten und benennen unser Gemüse, entscheiden, ob wir es für die Gemüsesuppe verwenden können und dann geht es los:
es wird fleißig geschnippelt. Manche können mit dem kleinen Messer schon perfekt umgehen, für die anderen ist das Schneiden und Schälen noch etwas fremd. Aber wir schaffen es und benötigen nur ein kleines Pflaster. Perfekt!







Eine willkomene Unterbrechung: Feueralarm!
Dass dann auch gleich der ganze Löschzug mit Polizei und Rettungswagen anrückt liegt jedoch nicht an unserer Gemüsesuppe.
Die Kinder finden es trotzdem spannend.

Bei uns geht es dann weiter:
die Suppe ist fertig. (Rezept: Gemüse, Wasser, gekörnte Brühe)

Und viele lassen es sich schmecken. Nicht jeder ist jedoch von der Suppe zu überzeugen – aber probiert haben sie alle.


Den beiden schmeckt es auf jeden Fall.

Und am Schluss wird das übrig gebliebene Gemüse und der Salat noch verteilt. Bestimmt hat es noch einigen Familien geschmeckt.
Und vielleicht wagt sich ja doch manche Mama an eine Gemüsesuppe.

Wir ernten

“Gemüse” ist unser neuer HSU-Bereich innerhalb des großen Themas “Herbst”. Was liegt näher als den Ort anzuschauen, wo Gemüse wächst – nein, nicht im Supermarkt! – und es auch gleich zu ernten und mit ins Klassenzimmer zu bringen um es dort zu köstlicher Gemüsesuppe zu verarbeiten. Wie gut, dass wir in erreichbarer Nähe einen Gemüse- und Obstanbau zum Selberpflücken haben. Es ist – wie bei jedem Ausflug, den man schon Wochen vorher buchen muss – immer wieder spannend, wie denn an diesem Tag das Wetter wird. Die Spannung steigt mit dem Wetterbericht: Montag Sonne, Dienstag bewölkt, abends Regen, Mittwoch – unser Ausflugstag – weitgehend Regen … . Na super! Dienstag abend: es regnet – Mittwoch morgens: es regnet nicht!
Die Kinder kommen mit Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken. Es ist nass und auf den Feldern auch matschig – aber es kommt kein Tropfen vom Himmel, gelegentlich spitzt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.
Meiner Kollegin und mir fällt ein Stein vom Herzen. So wird es ein gelungener Vormittag. Die Kinder kommen zwar dreckig, aber trocken nach Hause.


Hier sind alle noch sauber. Bevor unsere Ernte losgeht wird erst einmal kräftig gefrühstückt.

Nur ein kleiner Eindruck vom Gemüseanbau:


Ein ganzer Schubkarren wird voll mit dem geernteten Gemüse. Leider habe ich ganz vergessen zu fotografieren.

Nach der Arbeit kommt dann noch das Vergnügen:


Baden in den Maiskörnern:


Was diesen dicken Bauch wohl ausfüllt?


Klettern auf Strohballen.


Gipfel bestiegen!

Es geht weiter

Drei Wochen dieses Schuljahres liegen hinter uns. Zu unseren 12 Eisbären haben sich wieder 13 Pinguine dazugesellt, die alle gut miteinander auskommen. Ich habe das Gefühl, dass der Unterricht schon viel mehr als drei Wochen läuft. Was haben die “Kleinen” schon alles gelernt:
– alleine in die Schule gehen, Schuhe ausziehen und an den richtigen Platz
stellen, Jacken aufhängen, Büchertaschen aufhängen;
– sich in der Büchertasche zurechtfinden;
– mit Federmäppchen und Schlampermäppchen klar kommen und wie wissen, wo
was ist (Schere, Kleber,…);
– alle Kinder in der Klasse kennen;
– schnell und leise in den Sitzkreis kommen (Rekord aller meiner bisherigen
Klassen!)
– sich in der Flüstersprache unterhalten (naja, da können wir noch dran
arbeiten!)
– die richtigen Hefte finden;
– Hefteinträge im Buchstabenheft und im Matheheft gestalten;
– Blätter richtig ins Heft kleben;
– im Hausaufgabenheft in die richtigen Felder schreiben und von der Tafel
richtig abschreiben;
– Hausaufgaben am Morgen abgeben;
– korrigierte Arbeitsblätter in den Schnellhefter einordnen;
– mit dem Partner zusammenarbeiten, nachfragen, sich helfen lassen;
– auf das Leisezeichen achten;
– im Morgenkreis zu erzählen wenn man dran ist;
– sich melden und zu warten, bis man aufgerufen wird;
und, und, und …
All das sind Grundlagen, die wir zum “richtigen” Lernen brauchen. Und ich bin jetzt beim Schreiben selber erstaunt, wie viel das ist – und das das alles schon recht gut klappt.
So können wir uns dann ausgiebig dem Lesen, Schreiben und Rechnen widmen.
Dazu dann demnächst mehr.

Wohlfühlen

Passend zum Thema “Körper” machten wir uns auch Gedanken zum Wohlfühlen. Was und wen brauchen wir, um uns wohl zu fühlen? Wann geht es uns gut?
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Kinder sehr wohl ihr Empfinden ausdrücken und beschreiben können – und das auch sehr genau. Deutlich wurde auch, dass Beziehungen ausschlaggebend für ein “Wohlgefühl” sind.
Die Vorschläge der Schüler schrieb ich auf Puzzleteile und sie malten dann dazu.







So entstand ein großes Gemeinschafts-Puzzle.

Rückblick auf die Woche

Nicht immer schaffen wir es vor dem Wochenende auf die vergangene Woche zurückzuschauen. Wenn dann doch Zeit dafür ist staune ich immer wieder, was den Kinder in Erinnerung bleibt an Lernstoff (hoffentlich viel!), aber auch an vielen Kleinigkeiten, an eher zufälligen Äußerungen von mir, an Gesprächsbeiträgen von Mitschülern, an Gefühlen, die empfunden wurden.

in dieser Woche war der Rückblick am Wochenanfang. Das haben die Kinder in einer Woche gelernt:

Ich war selbst ganz überrascht, was da alles zusammengekommen ist.

Und das möchten die Schüler noch weiter lernen und vertiefen:

Mal sehen, was wir schaffen werden.
Ich finde es toll, wenn sich die Kinder selbst Ziele setzen und diese dann auch erreichen wollen. Klar, dass wir auch an “Kommando Pimperle” arbeiten werden – das nicht nur ein Spiel ist, sondern auch das genaue Zuhören und Bewegen schult.

Seit den Faschingsferien gibt es auch noch einen anderen Wochenrückblick:
jedes Kind sucht sich für die vergangene Woche einen Farbstreifen aus, der seine Gefühle, Wahrnehmungen ausdrückt.
“Ich nehme blau, weil mir Mathe gefallen hat.”
“Ich nehme weiß, weil es so laut war und ich nichts verstanden habe.”
“Ich nehme gelb, weil der (Lehrer) so streng geschaut hat.”
“Ich nehme grün, weil mein Geburtstag gefeiert wurde.”
“Ich nehme blau, weil mir die Geschichte von Latte Igel gefallen hat.”
Interessant, welche Farben bestimmten Gefühlen und Erlebnissen zugeordnet werden – Kinder verbinden ihre Eindrücke mit ganz anderen Farben als Erwachsene (das schon eingeübt haben).

So sind unsere Wochenbilder geworden:

Woche 1:

Woche2:

Woche3:

Und so hängen die Bilder im Klassenzimmer und warten auf “Zuwachs”:

Lego

In der Viertelstunde vor Schulbeginn ist bei uns Zeit zum Spielen.
Viele Möglichkeiten bieten sich aus unserem Spieleregal an, aber in diesem Jahr sind die Legosteine der “Renner”. Es wird jeden Morgen fleißig gebaut.
Und da ist die Kamera natürlich ideal, um die Kunstwerke festzuhalten, bevor sie wieder in ihre Einzelstücke zerlegt werden.




Geburtstag

“Freust du dich auf deinen Geburtstag?” so wurde ich einen Tag vor meinem “großen Tag” gefragt. Naja – die Zeiten sind schon länger vorüber, an denen man aufgeregt dem Geburtstag entgegenfiebert. Eher: schon wieder ein Jahr älter, die Zahlen wirken schon fast bedrohlich – und dennoch: ich bin dankbar für die vielen wunderbaren Jahre meines Lebens.
Die Kinder und meine Lehramtsanwärterin haben mir auf jeden Fall diesen Tag versüßt und mir sehr viel Freude gemacht.


Ich wurde reich beschenkt mit vielen Gemälden und Bastelarbeiten, Süßigkeiten und Blumen.


Die Mamas(oder Papas?) haben leckere Kuchen gebacken.


Ein tolles Tafelbild schmückt unser Klassenzimmer – und das Plakat auch demnächst mein Arbeitszimmer. Vielen Dank!

Geld …

…ist ein neues Thema in Mathematik.
Unsere kleinen Pinguine stehen diesem Thema noch etwas fremd und ehrfurchsvoll gegenüber. Man merkt schon, dass Geld noch keine Rolle in ihrem Leben spielt (das sehe ich übrigens nicht negativ – Geld wird noch früh genug wichtig für sie). Die Eisbären sind dagegen schon “Profis”. Da wird im Gespräch mit Begriffen wie Münzen, Scheine, Bank, Konto, Kontonummer, Geldautomat, Taschengeld, sparen, bezahlen, verdienen, spenden fast schon selbstverständlich umgegangen. Was für ein Unterschied in einem Jahr!
Mit dem Spielgeld wird nach Cent und Euros sortiert, nach Werten geordnet und eingekauft.


Verkleidet macht das natürlich noch viel mehr Spaß!

Es gibt uns noch!

Tatsächlich! Da ersehnt man sich die Ferien herbei, dann vergehen die Weihnachtstage und der Urlaub wie im Flug, man orientiert sich neu im Schulalltag, plant die nächsten Unterrichtsthemen, kämpft mit Erkältung und bereitet die neuen Lernentwicklungsgespräche vor und fragt sich dann: Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Hallo – Weihnachten war doch erst vor drei Wochen! Es erscheint mir schon wie eine Ewigkeit her. Der Alltag hat mich wieder ergriffen und die Zeit eilt voran.
Zeit – um noch einmal zurückzublicken auf die letzten Wochen.

Die Weihnachtszeit war natürlich geprägt von Vorlesen, Singen und Basteln.
Eine Idee aus dem “lernbasar” nutzten wir gleich für Weihnachtskarten:




Kleine Geschenke für die Eltern (und den Weihnachtsbaum) wurden geklebt:

Und dann ging es nach dem gemeinsamen Feiern mit Plätzchen und Kinderpunsch ab in die Weihnachtsferien…

… und ins neue Jahr 2015.