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Endlich!

Wir haben es geschafft! Auch in Bayern sind jetzt Weihnachtsferien!
Wir haben die freie Zeit alle herbeigesehnt.
In den letzten Tagen haben wir gesungen, Geschichten gehört, gebastelt und gemalt und heute natürlich gefeiert und Plätzchen gegessen.

Ich wünsche uns allen Ruhe, Ausspannen von der Hektik des Alltags, Zeit haben für die Familie. zur Besinnung kommen in einer „besinnungslosen“ Zeit:
allen Eltern, Kolleginnen und Kollegen, allen Bloglesern eine
frohe Weihnachtszeit.

Hochzeit

Schön, wenn junge Menschen sich noch trauen sich trauen zu lassen. In unserer Zeit ist das nicht mehr so ganz selbstverständlich.
Unsere Lehramtsanwärterin hat sich getraut – und wir haben das natürlich zum Anlass genommen ihr „herzig“ zu gratulieren.
Dafür haben wir ihr eine riesengroße Karte gebastelt. Ich finde, sie ist richtig toll geworden.


Die Unterschriften habe ich wieder weggepinselt – daher die unschönen weißen Flecken.

Heute haben wir unsere junge Ehefrau gefeiert mit Lied und viel Kuchen, den die Eltern gebacken haben. Vielen Dank!
Und noch einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Leben zu zweit!

Advent, Advent, …

Jeden Tag beginnen wir den Unterricht mit einer Adventsfeier. Diese Zeit soll für die Kinder etwas ganz Besonderes werden- mit Adventskalender, Lieder singen, Geschichten hören und ruhig werden (wenn das auch nicht immer so klappt, wie ich es mir wünsche).


Unser Adventskranz, den die Kinder selbst geschmückt haben.


in diesem Jahr gibt es den Adventskalender „Kinder aus aller Welt“. Jeden Tag wird aus einem kleinen Büchlein eine Geschichte von Weihnachtsbräuchen in vielen Ländern vorgelesen. Wir sind also jeden Morgen in der ganzen Welt unterwegs.


Ein Adventskalender der ganz besonderen Art: ein Schüler hat ihn mit seinem Papa gebastelt und jeden Tag darf ein Kind eine Mathematikaufgabe lösen.


Jeden Tag kommen zur Playmobil-Krippe weitere Figuren. Inzwischen ist sie schon ziemlich bestückt.


Sterne werden natürlich auch gebastelt.

Bevor es richtig losgeht, müssen die Kinder sich jedoch erst mal überlegen, wie viele Sterne sie aus vier Farben basteln können. Zusammen knobeln sie an den Tischen und bekommen dann das Ergebnis heraus.

Diese Sterne kann man aus vier Farben basteln.

Und sie schmücken dann auch gleich unsere Adventsfenster:

Wir spielen Mathematik

Noch einmal Mathematik ganz anders erleben – das konnten wir im „Matheland“, einer Lernwerkstatt vom Schulmuseum Nürnberg und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, erleben.
Statt Schuhe gab es in einem ehemaligen Schuhgeschäft also Mathematik – und die Kinder waren begeistert.


Eine Mitarbeiterin erklärt alle „Spiele“ (bzw. mathematische Aufgaben – aber das merkt ja keiner!).


Hier muss fleißig addiert oder subtrahiert werden.



Geometrie – Körper nachbauen.


„Leckere“ Hamburger werden in der richtigen Reihenfolge aufgesteckt.


Wer hat am ersten 50cm Schienen gebaut?


Spiegeln – gar nicht so einfach!


Was passt zusammen?


Hier muss die Tabelle gelesen und die richtigen Mengen zugeordnet werden.


Was ist schwerer? Wie kann man die Waage in Balance halten?


Die Bremer Stadtmusikanten müssen richtig gesetzt werden.


Mit dem Meterband messen: Wie groß bist du?


Die eigenen Körpermaße werden mit denen dieser Figur verglichen.


Im Zahlendorf werden Mengen richtig zugeordnet.


Diese Scheibe sitzt auf einer Korkkugel und wird mit Bausteinen belegt. Wie lange bleibt die Scheibe gerade?


Aus verschiedenen Formen wird ein vorgegebenes Bild gelegt.

Das Ergebnis ist fast richtig.

Die Kinder konnten nicht alle Möglichkeiten erspielen. Einerseits war das natürlich schade, andererseits waren die Kinder danach ziemlich geschafft. Dieses Mal hat spielen auch müde gemacht. Da es momentan in unserer Stadt noch viele leerstehende Geschäfte gibt – vielleicht kommt das Matheland ja wieder!

Lösungen

Was habe ich für schlaue und vor allem praktisch denkende Kinder in der Schule!
Gespräch 1:
Unser Wort der Woche ist diesmal „Flüchtlinge“. Die Kinder wissen eine Menge: Warum fliehen viele Menschen aus ihrer Heimat? Aus welchen Ländern und Gebieten kommen sie? Wo wohnen sie hier in Deutschland? Wie geht es ihnen wohl? Die Kinder zeigen viel Verständnis und Mitleid- sicher haben auch manche Familien schon Kleidung oder Geld gespendet. In unserer Stadt wurde ein leerstehendes Möbelhaus für die Flüchtlinge hergerichtet. Auch das ist vielen bekannt. Ich zeige ein Bild von aneinander stehenden Stockbetten. Ob die Kinder so leben möchten?
Da bringt ein Mädchen eine grandiose Idee:
Warum werden die Flüchtlinge nicht bei IKEA untergebracht. Da gibt es doch viele Betten und Sofas. Und ein Restaurant gibt es auch.
Bestätigende Anmerkung eines anderen Schülers: Und ein Spieleparadies für die Kinder gibt es auch.
So einfach wäre es also! (Es gibt ja noch mehr Möbelhäuser mit Spieleparadies.)
Gespräch 2:
Wir sprechen über die Lautstärke im Unterricht. Viele beschweren sich, dass es zu laut wäre, aber keiner hält sich an die „Flüstersprache“. Da kommt ein weiser Spruch eines Erstklässlers:
„Es ist doch ganz einfach leise zu sein, man muss nur seinen Mund zu machen“.
Das werden wir doch mal ausprobieren!

Lesen

Verbliebene Bücher von drei eigenen Kindern, Spenden durch Eltern und viele Jahre Freiexemplare bei der Bestellung von „Gänsefüßchen“Bücher im Este-Verlag haben uns zu dieser wunderbaren Bibliothek im Klassenzimmer verholfen.

Leider bleibt immer zu wenig Zeit, um diese auch ausführlich zu nutzen.
Die Kinder genießen die freie „Lesezeit“ zum Selberlesen und Vorlesen.




Normalerweise haben die Kinder ein Buch (oder auch mehrere) unter der Bank und lesen, wenn sie mit ihrer Arbeit schon fertig sind und auf die anderen warten müssen. Auch am Morgen sitzen manche ruhig da und sind in ihre Bücher vertieft. Und ausleihen für zu Hause darf man sie natürlich auch.

Die ersten Ferien …

… stehen für die Pinguine vor der Tür. Sechs Wochen haben alle fleißig gearbeitet und schon vieles gelernt. Und natürlich haben die Eisbären ihre Ferien genauso verdient.
Zum Abschluss gibt es noch ein gemeinsames Frühstück. Nach dem Kennenlernen einiger Heckenfrüchte bietet sich da ein Herbstfrühstück geradezu an. Auf der Speisekarte stehen:
– Semmeln und Brot
– Butter (nicht ganz: auf Wunsch einer einzelner Dame Margarine mit Butter)
– Brombeermarmelade
– Hagebuttenmarmelade
– Holundermarmelade
– Haselnüsse zum Knabbern
– Haselnussmuffins (vielen Dank an eine liebe Oma!)
– Haselnussjogurt
– Brombeeren
– Hagebuttentee
Nach der lautstarken Vorbereitung und dem Tischdecken wird es dann beim Kauen doch etwas ruhiger. Allen schmeckt es – und es wird richtig gemütlich im Klassenzimmer.



Zahlen, Ziffern und Mengen

So ein Begriffs-Durcheinander! Die Kinder wollen doch einfach nur die Zahlen lernen. Dass Ziffern und Mengen verschieden sind, ist den Kleinen egal. Fünf ist fünf – da interessieren die Darstellungsformen erst mal wenig. Trotzdem – die Zahlen müssen aus verschiedenen Aspekten behandelt werden. Und dazu haben wir im Klassenzimmer eine Menge Übungsmaterial, mit dem die Kinder gerne „spielen“.


Erinnerung an den Sommerurlaub am Meer! Die Kinder dürfen auf jeden „Strandabschnitt“ die passende Anzahl an Muscheln legen (wie gut, dass meine Kinder vor vielen Jahren diese fleißig gesammelt haben).


Aus verschiedenen laminierten Formen werden die Ziffern gelegt.


Wie viel ist es? Die richtige Anzahl wird farbig geklammert und auf der Rückseite selbständig kontrolliert.


Hier werden ähnliche Aufgaben „gestöpselt“. Zusammen macht es einfach mehr Spaß. Und man muss auch nicht immer am Tisch sitzen.



Spannend – können die Finger die richtigen Mengen ertasten?


Ein gemeinsamer Hefteintrag darf natürlich nicht fehlen.


Und das Schreiben der Ziffern wird ansprechend geübt.

Sonne und Wolken, warm, Niederschlagsmenge 0mm…

… so war es im Wetterbericht der letzten Tage gemeldet.
Mit Vorfreude auf einen sonnigen Wandertag verlasse ich das Haus – und spüre einige Regentropfen. Das kann doch nicht sein!
Trotzdem – wir marschieren los. Immer wieder nieselt es, die Sonne kommt nicht durch. Nach dem gestrigen wunderbaren Spätsommertag ist das etwas frustrierend.
Die Kinder haben trotzdem ihren Spaß – und es tut ihnen gut, außerhalb der Schulumgebung zusammen zu sein.

Nach einer kurzen Busfahrt durch die Stadt wandern wir am Wiesengrund entlang zur kleinen Mainau-Quelle, im Volksmund „Gaggerlas-Quelle“, nachdem das Wasser etwas nach faulen Eiern schmeckt.

Hier machen wir unsere erste Pause.

Die „grünen Frösche“ sind unterwegs. (So schnell wird man aus einem Eisbären oder Pinguin zum Frosch!)

Und dann geht es weiter zum großen Spielplatz. Manche brauchen
trotzdem nur einen Ball…

… obwohl es noch viele Spiel- und Sportgeräte gibt.

Ich genieße statt dessen die Farben des Herbstes:



Noch ein kurzer Gang über unsere Kirchweih und dann geht es mit dem Bus wieder zurück zur Schule. Es war doch ein verlängertes Wochenende!

Wir feiern Geburtstag

Einige Geburtstagsfeiern haben wir jetzt schon hinter uns. Natürlich dürfen wir den großen Tag der Erst- und Zweitklässler nicht einfach so verstreichen lassen – wenn wir auch am Festtag nicht immer feiern können. Entweder ist Wochenende, es sind Ferien oder der Stundenplan passt nicht. Aber manchmal passt es dann doch.

Das Geburtstagskind darf an diesem Tag im Sitzkreis besonders kuschelig sitzen – nämlich auf unserem Eisbären. Dazu darf es sich die zwei Nachbarn aussuchen.

Wir singen ein Geburtstagslied: Du bist die Super-Idee…
Und dann gratulieren einige Kinder und unser Hugo.

In diesem Jahr gibt es ein „Geburtstags-Motto“: Du bist wertvoll!
Nur – manchmal merkt man das nicht gleich. Wie bei diesem Stein.

Außen ist er „normal“, wie jeder andere, aber innen ist er ganz besonders schön und einzigartig.

Wie gut, dass die meisten Kinder (ja, es sind wirklich nicht alle) wissen, wie wertvoll und einzigartig sie für ihre Eltern sind.
Zur Erinnerung daran gibt es als kleines Geburtstagsgeschenk in diesem Schuljahr auch einen Halbedelstein, den sich die Kinder aussuchen dürfen.

Danach darf sich das Geburtstagskind noch auf einen Stuhl setzen und wird von seinen Freunden hochgehoben – einmal für jedes Lebensjahr. Das ist manchmal eine recht wackelige Angelegenheit und ich stehe „griffbereit“ daneben.
Und natürlich gibt es – wie bei einer Geburtstagsfeier üblich – auch etwas zu essen. Vielen Dank an die einfallsreichen Mamas, die uns immer köstliche Sachen spendieren.
Mit dem Kerzenausblasen endet dann unsere Feier.

Unser Geburtstagsritual wechselt jedes Jahr – ich muss gestehen, dass ich das auch für mich mache. Seit 16 Jahren feiere ich jetzt mit den „Kleinen“, und das 25mal im Jahr – da bin ich manchmal auch froh, wenn zwei Geburtstage zusammenfallen (psst, das verrate ich natürlich nur hier).